Trauerbegleitung

Altartafel.
Altartafel. Bild: Jeanette Scheffert / © Solistin Jenny.

Was bedeutet eigentlich Trauerbegleitung?

Bei der Trauerbegleitung werden die Hinterbliebenen von einem geschulten Trauerbegleiter/in begleitet. Jeder von uns wird irgendwann einmal in die Situation gelangen, indem wir einen geliebten Menschen oder auch ein geliebtes Tier gehen lassen müssen. 

Das ist unter anderem so ziemlich das Schlimmste was wir an Leid erfahren im Leben. Damit man auf dem Weg der Trauer besser mit seinen Gefühlen umgehen kann, unterstützen professionelle Trauerbegleiter/in liebevoll unsere Gedanken.

Wer zahlt einen Trauerbegleiter/in?

Leider werden die Kosten für eine Trauerbegleitung nicht von den Krankenkassen getragen. Trauer ist natürlicher Prozess und stellt somit als erstes keinen Krankheitswert da. Somit müssen die Kosten für einen geschulten Trauerbegleiter/in selbst aufgewendet werden.

Wem der Verlust eines geliebten Menschen oder eines Tieres so derart aus der Bahn geworfen hat, das es über einen längeren Zeitraum anhält, sollte natürlich ärztlichen Rat aufsuchen und nicht davor zurück scheuen. 

Wenn Trauer nicht richtig verarbeitet wurde, sollte man sich durchaus professionelle Hilfe suchen. 

Trauer - Ein natürliches Empfinden

Trauer zu empfinden ist ein ganz natürliches Gefühl und ist auch gut das wir das empfinden, wenn wir einen geliebten Menschen oder ein geliebtes Tier verlieren.

In diesen schweren Zeiten werden die meisten Menschen durch ihre Familien, Freunde und vielleicht auch Kollegen unterstützt. Und das ist auch gut so und wichtig. Nehmen Sie die Hilfe Ihrer Lieben an. Manchmal stoßen Freunde und Familienangehörige aber auch selbst an Ihre Grenzen und können ab einem bestimmten Punkt nur schwer eine Stütze sein. An dieser Stelle können Trauerbegleiter/in eine gute Alternative sein um weiterzuhelfen.

Reden Sie über Ihren Verlust und Ihre Gedanken. Nur so kann der Schmerz aus Ihnen heraus fließen. Das Weinen und darüber sprechen hilft Ihnen mit Ihren schweren Gedanken umzugehen. Die Trauer wird Ihnen helfen wieder heil zu werden. Wie lange das dauern wird, kann keiner sagen. Jeder von uns geht anders mit Trauer um. Geben Sie sich Zeit die Trauer in aller Ruhe zu verarbeiten. 

Seelsorge Angebote im Überblick:

Telefonseelsorge:

Jeder von uns kann einmal in eine Situation geraten, an dem wir Hilfe benötigen. Bei Problemen mit dem Partner, Mobbing oder ähnliches, helfen ausgebildete Seelsorger/in am Telefon weiter. Das Gespräch wird vertraulich behandelt.

Krankenhausseelsorge:

Grob beschrieben brauchen Krankenhausseelsorger/in eine qualifizierte pastoralpsychologische Zusatzausbildung. Auch regelmäßige Weiterbildungen tragen zur Professionalität bei. Krankenhausseelsorger/in betreuen Patienten während des Krankenhausaufenthaltes. Sie geben Patienten Halt bei schweren Diagnosen. 

Chatseelsorge:

Die Chatseelsorge im Internet bietet ebenfalls weitere Unterstützung bei Problemen. Das können unter anderem auch Chatseelsorge einer Kirche sein. 

Seemannsseelsorge:

Seeleute sind lange Zeit auf See und daher ist es umso wichtiger das sie in dieser Zeit Seelischen Beistand erhalten. 

Gefängnisseelsorge:

Die Gefängnisseelsorge wird seit der Antike betrieben und auch in der heutigen Zeit noch weitergeführt. 

Blindenseelsorge:

Die Blin­den­seel­sor­ge beglei­tet blin­de und seh­be­hin­der­te Men­schen und deren Ange­hö­ri­ge. Sie helfen den Blinden ihren Alltag besser zu meistern und sich zurechtzufinden.

Messe- und Flughafenseelsorge:

Die Flughafenseelsorge, auch Airport-Seelsorge genannt, ist ein Angebot von Kirchen für Reisende und Mitarbeiter auf Flughäfen. In Deutschland gibt es elf Flughäfen, die über eine Flughafenseelsorge verfügen.

Gebärdensprachliche Seelsorge:

Taube und stumme Menschen sprechen eine andere Sprache; die Gebärdensprache. Seelsorger nehmen sich den Menschen an, die sich wegen ihres Handicaps von der Außenwelt abgeschnitten fühlen und sich isoliert haben.

Altenseelsorge:

Auch Menschen die ein holdes Alter erreicht haben, brauchen ab und zu Beistand. Auch Kriege die unsere Großeltern zum Teil noch miterleben mussten, werden noch im Alter verarbeitet. Altenseelsorger/in geben mit ihrem Einfühlungsvermögen Halt.

Gemeindesseelsorge:

Gemeindeseelsorge ist ein wichtiges Thema kirchlicher Arbeit. Die Menschen erhalten geistlichen Beistand in schwierigen Lebenslagen. 

Polizeiseelsorge:

Polizeibeamte erleben in ihrem Berufsalltag ebenfalls belastende Erlebnisse. Sie überbringen Todesnachrichten, sind bei Verkehrsunfällen vor Ort und noch vieles mehr. Da ist es verständlich auch sie Beistand brauchen.

HIV- und AIDS Seelsorge:

Damit HIV- und AIDS Infizierte mit ihren Sorgen und Ängsten nicht allein sind, nehmen sich geschulte Seelsorger/in diesen Menschen vertrauensvoll an. 

Nehmen Sie Hilfe an

Egal um welches Thema es sich handelt, scheuen Sie sich nicht Hilfe anzunehmen. Das ist das Normalste der Welt. Jeder von uns kommt im Laufe seines Lebens irgendwann in eine schwere Lebenslage. An dieser Stelle von Außen Unterstützung anzunehmen, ist das Beste was Sie tun können.

Vielleicht sind aber auch gar nicht Sie selbst betroffen, sondern ein Familienmitglied, ein Freund, eine Freundin oder ein guter Kollege oder eine Kollegin. Bieten Sie dort Hilfe an und wenn es nur Zuhören ist. Das kann manchmal schon so viel wert sein.

Eine einfache Umarmung spendet Trost und zeigt dem Betroffenen das er/sie nicht allein ist. 

Es wäre mir eine Ehre für Sie singen zu dürfen.